Im Gespräch mit Percussionist Billy Todzo

Fans von Udo und dem Orchester Pepe Lienhard können sich freuen: Die Tournee „Da Capo Udo Jürgens“ wird im Januar/Februar 2026 mit 11 Konzerten in Deutschland und Österreich fortgesetzt. Auf dem Tourplan stehen unter anderem Zwickau, Düsseldorf, Hannover, Dortmund, Stuttgart und Wien. Das Erfolgsgeheimnis von „Da Capo Udo Jürgens“? Zwischen Udo auf der riesigen Videoleinwand und dem fantastisch aufspielenden Orchester Pepe Lienhard, das live auf der Bühne vor der Videoleinwand spielt, verschwimmen Vergangenheit und Gegenwart, Traum und Wirklichkeit.

In unserer Interview-Serie stellen wir Euch die „Da Capo“-Mitglieder des Orchesters Pepe Lienhard vor: Billy Todzo begleitete Udo Jürgens als Percussionist, Sänger und Stepptänzer, als persönlicher Assistent, treuer Begleiter, Chauffeur und Freund fast vier Jahrzehnte lang auf und neben der Bühne. Mit Billy sprachen wir über die herrlich verrückte Zeit, die er mit Udo erlebte, die tausend Bilder, Erinnerungen und Momente, die ihm bei „Da Capo“ durch den Kopf schiessen und eine legendäre Tennisbar in Bad Homburg.

Billy, Du spielst ein grandioses Percussion-Solo auf der Tournee „Da Capo Udo Jürgens“. Während Deines Solos schießen einem tausend Bilder, Erinnerungen und Momente durch den Kopf: Udo und Du, wie Ihr gemeinsam „Die Sonne und Du“ auf der „Live & Hautnah“-Tournee performt. Udo und Du 2009, bei einer großartigen Stepptanz-Nummer in dem Medley „Schenk mir noch eine Stunde/Singin‘ in the rain“. Udo und Du, wie ihr zusammen „Jeder so, wie er mag“ singt und so wahnsinnig viel Spaß zusammen auf der Bühne habt. Wie fühlt sich „Da Capo Udo Jürgens“ für Dich an? Schiessen Dir auch Abend für Abend bei den Konzerten tausend Erinnerungen durch den Kopf? 
Der Anfang war sehr herausfordernd. Die ersten vier Konzerte waren sehr schwer und emotional für mich. Viele schöne Erinnerungen gingen mir ständig durch den Kopf. Sehr traurig und gleichzeitig sehr schön. Nach den ersten Konzerten habe ich mich langsam daran gewöhnt.

Wie erinnerst Du Dich an Deine erste Begegnung mit Udo?

Die erste Begegnung mit Udo war in der Tennisbar in Bad Homburg. Das war der schönste Moment für mich. Ich habe ihn vorher nicht gekannt. Ich hatte bei Pepe im Orchester angefangen und wir waren dort für ein Konzert. Pepe sagte, heute kommt ein  Künstler, den wir begleiten werden. Udo kam und hat mich gesehen und seine Reaktion war so schön. Er hat mich Willkommen geheissen. Vom ersten Augenblick an war eine Freundschaft geboren. Das war für mich einer der schönsten Momente.

Das war der schönste Moment für mich.

Billy Todzo

Du hast Udos Tourneen nicht nur als Percussionist, Sänger und Stepptänzer begleitet, Du warst auch Udos persönlicher Assistent, treuer Begleiter und Chauffeur. Vor allem aber warst Du ein Freund für Udo. Fast vierzig Jahre lang! Das muss eine herrlich verrückte, wunderschöne Zeit für Euch beide gewesen sein … 

Es war eine sehr schöne Zeit mit Udo und ich bin sehr dankbar dafür. Dafür, dass ich Pepe Lienhard kennenlernen durfte und durch ihn Udo Jürgens. Ich bin ihm so nah geworden und durfte in seinem Licht stehen. Wir sind sehr gute Freunde geworden. Er hat mir sein Vertrauen geschenkt und ich habe ihn geliebt.

Es war eine sehr schöne Zeit mit Udo und ich bin sehr dankbar dafür.

Billy Todzo

Mit dem Orchester Pepe Lienhard hast Du ja nicht nur Udo bei allen Tourneen und Auftritten begleitet, sondern auch Konzerte mit Weltstars wie Frank Sinatra, Sammy Davis Jr., Paul Anka oder Shirley Bassey …

Das habe ich auch Pepe zu bedanken. Ich war in seinem Orchester und wir sind nach Monte Carlo gereist. Zwei  Sommer lang, je zwei Monate. Das war der Sporting Club, ein sehr feudaler Club. In diesen Club kamen alle grossen Künstler und wir haben sie begleitet. Das war eine grosse Ehre für mich. Es war eine sehr schöne Zeit.

Es war, als wäre Udo wieder da.

Billy Todzo

Udos Fans kennen Dich natürlich alle. Bekommst Du viel Feedback von Udos langjährigem Konzertpublikum auf „Da Capo Udo Jürgens“? Wie reagieren die Fans auf die Show? Mit welchem Gefühl gehen die Menschen in „Da Capo“, und mit welchem Gefühl gehen sie wieder raus?

Ich habe mit vielen Konzertbesuchern gesprochen. Vor Konzertbeginn gab es gemischte Gefühle. Nach dem Konzert hatten Sie mir erzählt, dass Sie Tränen in den Augen hatten und nicht erwartet hatten, dass es so real sein konnte. Es war, als wäre Udo wieder da. Das Konzept mit live gespielter Musik hat diesen Eindruck unterstützt. Die Besucher waren erfüllt, begeistert und dankbar, dass Sie dabei waren.

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