Der Beginn von allem...

…liegt in Ottmanach, dem Ort seiner Kindheit und Jugend. Udo Jürgens‘ große schöpferische Kraft hat ihren Ursprung hier, in seiner Heimat Kärnten, zwischen blühenden Gärten, Wiesen und Obstbäumen.

1934

Am 30. September 1934 kommt Udo Jürgens als Jürgen Udo Bockelmann in Klagenfurt am Wörthersee zur Welt. Mit seinen Eltern Käthe und Rudolf und seinen Brüdern John und Manfred wächst er im elterlichen Schloss Ottmanach, einem wunderschönen, großbürgerlichen Gutshof, auf.

1939

Udo bekommt von seinen Eltern eine Mundharmonika geschenkt.

Zu meinen ersten Wahrnehmungen gehören blühende Obstbäume gegen den blauen Himmel.

Udo Jürgens
1942

Udos größter Wunsch wird erfüllt: ein Akkordeon.

1943/44

Vater Rudolf bringt die Familie in den Kriegsjahren auf dem Familiengut Barendorf bei Lüneburg in Sicherheit. Dafür wird er wegen Fahnenflucht von den Nazis verhaftet, ins KZ gesperrt und zum Tode verurteilt. Udo flüchtet sich in die Musik und bringt sich in dieser Zeit Klavierspielen bei.

1945

Das Kriegsende rettet Rudolf Bockelmann das Leben. Am 8. Mai wird er aus dem KZ entlassen. Zurück in Ottmanach besucht Udo das Realgymnasium in Klagenfurt.

1946

Das Geschenk zum 12. Geburtstag: vier Karten für die abendliche Vorstellung im Klagenfurter Stadttheater. Auf dem Programm steht Lehárs „Land des Lächelns“. Nach dem Theaterbesuch setzt sich Udo ans Klavier und überrascht seinen Vater mit dem „Valse Musette“, seiner ersten kleinen Komposition. In diesem Moment ist er kein Mauerblümchen mehr, sondern unbesiegbar.

1948

Beginn des Musikstudiums am Konservatorium Klagenfurt. Die Fächer: Klavier, Harmonielehre, Komposition und Gesang.

1949

Udo liebt die Musik von Count Basie, Benny Goodman, George Gershwin, Duke Ellington und Fletcher Henderson und schreibt seine ersten Songs.

Ich war ein dünnes, schmächtiges Mauerblümchen mit fürchterlich abstehenden Ohren.

Udo Jürgens
Die 50er

Es sind magere Jahre, in denen Udo Jürgens durch Cafés und Clubs in Salzburg, Wien und München tingelt. Aber ein Liebeslied, aus Kummer geschrieben, eine Studienreise durch die USA und eine Pausenmusik im Münchener Studio 15 lassen schon jetzt erahnen, dass in dem kreativen Spätzünder ein wahrer Weltstar schlummert.

1950

Erster Preis für das Lied „Je t’aime“ beim Komponistenwettbewerb des Österreichischen Rundfunks.

1951

Kurz vor dem Abitur bricht Udo die Schule ab, um sich ganz der Musik zu widmen. Er gründet die Udo Bolan Band, mit der er vor allem amerikanische Jazz- und Swingstandards sowie Eigenkompositionen spielt. Die Gage des ersten Auftritts im Gasthof Valzachi beträgt fünf Schilling, umgerechnet rund 0,83 DM.

Ich werde mit der Musik auf- oder untergehen. Aber wenn ich untergehe, werde ich wenigstens in irgendeiner Bar am Klavier sitzen.

Udo Jürgens
1952

Mitarbeit im Radiostudio Klagenfurt als Komponist, Dirigent, Klavier-, Akkordeon- und Vibraphonspieler, Arrangeur und Sänger. Moderator und Musiker bei der wöchentlichen Radioshow des britischen Militärsenders BFN (British Forces Networks).

1953

Einladung nach Berlin, um mit dem Rias-Tanzorchester unter der Leitung von Werner Müller zu spielen.

1954/55

Udo macht sich bei Auftritten mit verschiedenen eigenen Combos und Gruppen in Kärnten, Wien, Salzburg und München einen Namen als erstklassiger Jazz-Pianist.

1955

Am Abend seines 21. Geburtstages übernimmt Udo im Studio 15 an der Münchener Leopoldstraße spontan die Pausenmusik für Jazz-Grande Freddie Brocksieker. Brocksieker und seine Band sind beeindruckt und steigen zum Ende der Pause direkt in die Musik ein. Es wird ein Abend wie im Rausch, das Publikum tobt und ruft nach Zugaben. Dieser Moment wird zum Schlüsselmoment.

1956

Der Künstlername Udo Bolan gehört (wegen der der Verwechselungsgefahr mit Schlagersänger Bully Buhlan) ab sofort der Vergangenheit an, der neue Künstlername lautet Udo Jürgens. Unter diesem schließt Udo seinen ersten Plattenvertrag. Ab jetzt entscheiden Schallplattenbosse und Produzenten für ihn, wie und was er singen soll: Leichte Fernwehschlager, Heimatschnulzen und Seemannslieder à la Freddy Quinn. Lieder, die er nicht geschrieben hat und die nicht zu ihm passen. Udo verehrt Entertainer Frank Sinatra und die französischen Chansonniers Charles Aznavour und Gilbert Bécaud. Und so gerät der Plattentitel „Es waren weiße Chrysanthemen“, der im Juni auf dem Label Heliodor erscheint, zu einem veritablen Flop.

1957

Im Sommer reist Udo mit Freunden wochenlang durch die USA. Sie legen tausende von Kilometern zurück, leben von der Hand in den Mund. Das Tagesbudget von einem Dollar für jeden ist so knapp, dass sie einige Nächte auf Parkbänken schlafen und sich von Cornflakes mit Milch ernähren. Mit Auftritten in Jazzclubs verdient sich Udo ab und zu ein paar Dollar dazu und versetzt das Publikum in Ekstase. Nach seiner Rückkehr aus den USA zieht es ihn von Kärnten nach München: hinein ins vibrierende, flirrende Künstlerviertel Schwabing, in eine Männer-WG mit seinem Kumpel Frank Forster.

1958

Gastrolle in der Kriminalkomödie „Lilly, ein Mädchen aus der Großstadt“.

1959

Bei „Bunten Abenden“ tritt Udo mit Kompositionen wie „Swing am Abend“ und Cover-Versionen im Vorprogramm bekannter Schlagerstars auf – und ist todunglücklich. Dies ist nicht sein Sound, er will eigene Lieder spielen. Sein Sound, der spielt in Münchener Clubs und Kellern wie dem Studio 15, der Eule und dem Hot Club unterm Augustinerkeller. Hier lernt er im Frühling 1959 Panja kennen. Nach drei Stunden Rock `n‘ Roll verabreden sie sich für den nächsten Tag in Udos Stammlokal „Meine Schwester und ich“ in der Türkenstraße zu Buletten und Salat. Von da an sind sie unzertrennlich.

Ich habe hier früher in armseligen Studentenbuden gehaust. In der Kneipe der Schwabinger Gisela hab’ ich für 20 Mark am Abend Klavier gespielt. Das sind Dinge, die verbinde ich mit dieser Stadt, und diese werden sich niemals ändern. Jede Ecke steckt voller Erinnerungen.

Udo Jürgens
Die 60er

Dies sind die „Münchener Jahre“ – München, die Stadt, in der Udo Jürgens als ambitionierter Jazzpianist seine ersten, verschwitzten Auftritte in Clubs und Bars gibt und die er in den Siebzigern als Weltstar verlassen wird. Die Stadt, in der er seine erste Frau Panja kennenlernt, seine Kinder John und Jenny zur Welt kommen und in der die großen Klassiker „Merci Chérie“, „Was ich dir sagen will“, „Siebzehn Jahr, blondes Haar“ und „Immer wieder geht die Sonne auf“ entstehen.

1960

Beim Schlagerfestival in Knokke gewinnt Udo Jürgens den Pressepreis als bester Einzelsänger für sein Lied „Jenny“, das in Belgien ein Nummer-1-Hit wird. Shirley Bassey macht die Udo Jürgens-Komposition „Reach For The Stars“ zum Welthit. Doch der große Durchbruch lässt auf sich warten.

1961

Trotz des Erfolges von Knokke weigert sich die Plattenfirma, Udo Jürgens Eigenkompositionen singen zu lassen. Die Filmkomödie „Und du mein Schatz bleibst hier“ feiert am 6. Juli Premiere im „Universum“ in Stuttgart. Es folgen die Filme „Unsere tollen Tanten“ und – in den Jahren darauf – „Unsere tollen Nichten“ und „Unsere tollen Tanten in der Südsee“.

1962

Erscheint der österreichische Schlagerfilm „Drei Liebesbriefe aus Tirol“.

1963

Die Plattenfirma feuert Udo Jürgens nach sieben erfolglosen Jahren. Nach einem Streit mit dem Label um 900 Mark für sechs noch nicht aufgenommene aber vertraglich zugesicherte Titel fasst er in Hamburg den Entschluss, das Singen aufzugeben und nur noch zu Komponieren. Zu diesem Zeitpunkt lernt er Hans R. Beierlein kennen, der ihn 1963 für seine Firma Montana verpflichtet. Ein Glücksfall für Udo Jürgens. Beierlein ist vom künstlerischen Talent und Sexappeal seines Künstlers überzeugt. Er sieht etwas in ihm, was es in Deutschland zu jener Zeit noch nicht gibt: einen Sänger französischer Art, einen Chansonnier, der eigene Lieder singt. Und Beierleins Philosophie „Ein Sänger für sich ist nichts. Er ist immer nur so gut wie seine Lieder.“ geht auf. Schon die erste Single „Tausend Träume“, die sie gemeinsam produzieren, wird ein großer Erfolg in Österreich. Am 11. Oktober heiraten Udo und Panja auf dem Standesamt in der Münchener Mandlstraße.

Ich träumte von Gershwin und von Chansons. Damit war ich dann irgendwann auch erfolgreich.

Udo Jürgens
1964

Udo Jürgens gibt für Österreich sein Debüt beim Grand Prix Eurovision de la Chanson in Kopenhagen und wird Fünfter mit „Warum nur, warum“. Mit der englischen Version landet Matt Monro einen Welthit, „Walk Away“ belegt weltweit in den Hitparaden Spitzenpositionen, in England Platz 1 und den USA Platz 2 und verkauft 1,5 Millionen Platten. In Frankreich wird „Warum nur, warum“ in der deutschen Originalversion ein Nummer-1-Hit, kurz darauf folgt die Einladung ins Pariser Olympia. Am 20. Februar werden Udo Jürgens und seine Frau Panja Eltern: Sohn John wird geboren.

1965

Zweite Teilnahme am Grand Prix Eurovision de la Chanson in Neapel und ein vierter Platz mit „Sag ihr, ich lass sie grüßen“. Internationale Stars wie Brenda Lee und Sacha Distel singen Udo-Jürgens-Kompositionen, Quincy Jones produziert mit Sarah Vaughn die Udo-Jürgens-Nummer „Right Or Wrong“ und Matt Monro landet mit „Without You“ einen Welthit. Für das Lied „Walk Away“ gibt es die erste internationale Goldene Schallplatte. Udo Jürgens‘ erste Schallplatte „Portrait in Musik“ erscheint und wird zum riesigen Erfolg, „Siebzehn Jahr, blondes Haar“ zum Superhit.

1966

Nach zwei gescheiterten Versuchen will Udo Jürgens auf keinen Fall noch einmal am Grand Prix Eurovision de la Chanson teilnehmen. Sein Manager Hans R. Beierlein zwingt ihn förmlich zu einer dritten Teilnahme. Am Tag des Wettbewerbs will Udo hinschmeißen und aus Luxemburg abreisen. Als die „Bild“- Zeitung mit der Zeile „Udo Jürgens – ohne Chance“ aufmacht, kauft Manager Beierlein mit einem Freund alle erhältlichen Exemplare auf und lässt Udos Hoteltelefon sperren, damit sein Künstler nicht vollends die Nerven verliert. Diesmal, bei seiner dritten Teilnahme, gewinnt Udo Jürgens mit „Merci, Chérie“, der internationale Durchbruch. Das melancholische Abschiedslied, von Udo Jürgens komponiert, von seinem Schwabinger Spezl Tommy Hörbiger getextet, wird zum Welthit und erreicht Spitzenpositionen in den Hitparaden von über 20 Ländern. Es folgen europaweite Konzerte und die Teilnahme am Festival in Rio de Janeiro. „Siebzehn Jahr, blondes Haar“ erhält die Auszeichnung „Goldener Löwe“ und Udo Jürgens wird als „Bester deutschsprachiger Sänger“ ausgezeichnet. In Wien wird Tochter Sonja geboren.

1967

Montana, der Musikverlag von Hans R. Beierlein, schließt mit Ariola einen Plattenvertrag. Das Album „Was ich dir sagen will“ wird die meistverkaufte LP des Jahres. Charles Aznavour, den Udo Jürgens immer zutiefst bewundert hatte, überreicht ihm die Goldene Schallplatte für eine Million verkaufte Platten von „Merci Chérie“. Es geht erstmals mit eigener Band auf Tournee, die Konzerte sind überall ausverkauft und Hamburg erlebt die Geburtsstunde des weißen Bademantels. Udo und Panja Jürgens werden zum zweiten Mal Eltern, in München wird Tochter Jenny geboren.

1968

Hits wie „Cottonfields“, „Mathilda“, „Es wird Nacht, Seniorita“ folgen jetzt Schlag auf Schlag. Die zweite Konzerttournee wird ein Riesenerfolg. Udo erhält seine erste Goldene Europa.

1969

„The Music Played“, die englische Version von „Was ich dir sagen will“, wird zum internationalen Erfolg und Udo zum umschwärmten Jugendidol. Bei einer repräsentativen Befragung der Wickert-Institute nach den „Idolen der deutschen Jugend“ landet er auf dem dritten Platz, direkt hinter Robert und John F. Kennedy. Am 6. September startet die Mega-Tournee „Udo `70“ durch 266 Städte. Mehr als eine halbe Million Menschen erleben Udo Jürgens live.

Bei meinem ersten großen Konzert war ich schon eine Viertelstunde in der Garderobe, das Publikum hat immer noch applaudiert. Dann hat mein Manager gesagt: Komm, zieh den Bademantel über und geh noch mal raus.

Udo Jürgens
Die 70er

In den Siebzigern schreibt Udo Jürgens den Soundtrack für Generationen. Ob als Protestsänger im Smoking, Chansonnier mit Sex- Appeal oder Entertainer von Weltklasse: Spießbürgerliche Doppelmoral, ein Sturm aufs Kuchenbuffet, griechischer Wein und eine Hymne aufs Älterwerden machen ihn unsterblich.

1970

„Anouschka“ wird zum Riesenhit. Am 4. Juli findet der Abschluss der „266- Konzerte-Tournee“ in der ausverkauften Berliner Deutschlandhalle statt. „Warum nur, warum“, „Merci Cherie“ und „Was ich dir sagen will“ haben – weltweit in acht Sprachen und über 40 Versionen gesungen – inzwischen eine Auflage von 20 Millionen überschritten. Verleihung des ersten „Bambi“. Mit Textdichter Michael Kunze beginnt eine kongeniale Zusammenarbeit.

1971

Deutschland diskutiert Udo Jürgens’ gesellschaftskritisches Lied „Lieb‘ Vaterland“. Vertonung der Texte von Kinderbuchautor James Krüss für die Fernsehserie „Jonny und Jenny“. Zur Frankfurter Buchmesse erscheint das Buch „Warum nur, warum?“, in dem Schriftsteller, Sexualforscher und Theologen das Phänomen Udo Jürgens untersuchen. Am 29. August präsentiert er vor 75.000 Menschen im Berliner Olympiastadion das Lied „Zeig mir den Platz an der Sonne“ für die Deutsche Fernsehlotterie.

1972

Das Musical „Helden, Helden“ nach George Bernhard Shaws Theaterstück „Arms and the Men“ feiert in Wien Uraufführung. Trotz 170 ausverkaufter Vorstellungen und einem genialen Hauptdarsteller Michael Heltau wird es von der Kritik verrissen. Udo ist auf Konzertreise Japan und erreicht mit „Wakare no asa“, der japanischen Cover-Version von „Was ich dir sagen will“, Platz 1 der japanischen Hitparade.

1973

Für eine zweite, größere Tournee  geht es erneut nach Japan. In Deutschland landet Udo Jürgens mit „Der Teufel hat den Schnaps gemacht“ seinen nächsten großen Hit.

1974

Bei einem gemeinsamen Auftritt mit Shirley Bassey im Maracaná-Stadion in Rio de Janeiro singt Udo Jürgens vor 40.000 Zuschauern die spanische Fassung von „Was ich dir sagen will“: „Alguién Cantò“ ist monatelang Nummer- 1-Hit in ganz Südamerika.

1975

„Griechischer Wein“ wird der Hit des Jahres. Der griechische Ministerpräsident Karamanlis empfängt Udo Jürgens und Textdichter Michael Kunze in Athen. Der Song wird in der griechischen Fassung zum Volkslied, Weltstars wie Bing Crosby und Al Martino covern später „Come Share The Wine“. Tourneen durch Polen, Australien, Japan und Deutschland.

1976

Es gibt Gold für „Griechischer Wein“ und „Meine Lieder“ sowie eine Goldene Europa für „Ein ehrenwertes Haus“ als „Bestes Lied des Jahres“ und den Deutschen Schallplattenpreis als „Sänger des Jahres“.

1977

„Aber bitte mit Sahne“ wird zum Diskotheken-Superhit. Udo Jürgens‘ erste TV-Personality-Show im ZDF erreicht eine gigantische Einschaltquote von 54 Prozent. Das Jahr 1977 wird gleichzeitig zu einem Jahr des Umbruchs für Udo Jürgens. Er trennt sich von seinem Manager Hans R. Beierlein und zieht von Kitzbühel nach Zürich. Neuer Manager wird Freddy Burger. Mit der Unterzeichnung eines langfristigen Plattenvertrags beginnt eine einzigartige Erfolgsgeschichte zwischen Udo Jürgens und seiner Plattenfirma Ariola. Bei Konzertreisen durch die USA und Kanada wird Udo erstmals vom Orchester Pepe Lienhard begleitet. 150.000 Zuschauer erleben seine Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Und es gibt die dritte Goldene Europa.

1978

Es folgt der größte Plattenhit seiner Karriere: Für eine Million verkaufte Platten von „Buenos dias, Argentina“ mit der Deutschen Fußballnationalmannschaft gibt es nach fünf Wochen eine Goldene Schallplatte und nach zwei Monaten Platin, dazu Platz 1 in der Hitparade. Die Titel „Boogie Woogie Baby“, geschrieben für seine Frau Panja, eine leidenschaftliche Rock ’n‘ Roll-Tänzerin, und „Mit 66 Jahren“ stehen zeitgleich in den Charts. Die Europa- und Kanada-Konzerte sind ausverkauft. Die ZDF-Show „Udo Jürgens – ein Mann und seine Lieder“ erreicht eine Einschaltquote von 56 Prozent und wird mit dem und seine Lieder“ erreicht eine Einschaltquote von 56 Prozent und wird mit dem Prädikat „Show des Jahres“ ausgezeichnet. Udo erhält den Deutschen Schallplattenpreis, seine vierte Goldene Europa, das Goldene Mikrophon, den Silbernen Löwen, die Goldene Westfalenhalle für das erfolgreichste Konzert des Jahres und die Musikmarkt-Auszeichnung „Bester Sänger des Jahres“. Die vielleicht größte Würdigung seines Könnens aber erhält Udo bei einem Konzert des amerikanischen Entertainers Sammy Davis Jr. in München. Der beendet seine Show mit der Udo Jürgens-Komposition “If I Never Sing Another Song”: „In my hey-days, young girls wrote to me, everybody seemed to have time to devote to me, everyone I saw, all swore, they knew me, once upon a song…”. Für Udo Jürgens ist dies ein unvergesslicher Augenblick. Fünf Jahre lang hatte diese Komposition in der Schublade von Frank Sinatra gelegen, bis der Sammy Davis jr. – der seit einiger Zeit auf der Suche nach einer großen Schlussnummer für seine Konzerte, ähnlich Sinatras „My Way“, war –  aus alter Freundschaft überließ. Sammy Davis Jr. sang die Udo Jürgens-Komposition bis zu seinem Tod als Zugabe bei jedem seiner Konzerte.

1979

Zum Jahr des Kindes erscheint die LP „Die Blumen blüh’n überall gleich“ mit Liedern des Kinderbuchautors James Krüss. Verleihung der Goldenen Kamera für die Fernsehshow „Ein Mann und seine Lieder“ und des Goldenen Ehrenzeichens der Stadt Wien. Die größte Auszeichnung aber erfährt Udo Jürgens am 27. Juni 1979. An diesem Sommertag sitzen seine Eltern Käthe und Rudolf Bockelmann nichtsahnend in dem menschenleeren Konzertsaal der Berliner Philharmonie. Auf der Bühne die Berliner Philharmoniker und davor, am Flügel, ihr Sohn Udo, der mit dem weltberühmten Orchester seine 8-Minuten-Komposition „Wort“ einspielt. Herbert von Karajan persönlich hatte diese Aufnahme ermöglicht. „Eine Sternstunde“ sei das gewesen, erzählt später sein Bruder Manfred Bockelmann über diesen Moment. „Wort“ wird auf dem neuen Album „Udo `80“ veröffentlicht und schießt sofort in die Top 10.

Die 80er

„Udo `80“, „Leave a little Love“, „Silberstreifen“, „Hautnah“ – dies ist das Jahrzehnt der starken Alben. Und ein Jahrzehnt der Diskosounds, Sinfonien und Trickfilm-Soundtracks. Eine Einspielung mit den Berliner Philharmonikern, Auftritte in der Verbotenen Stadt, in Hollywood und auf einem Alpen-Gletscher, eine Biografie und eine Professur zeigen: Udo Jürgens ist in der Hochform seines Lebens.

1980

Die Tournee „Udo `80″ erleben 330.000 Besucher live. Die Single „Ist das nichts“ wird als Lied der Fernsehlotterie 1980 ausgewählt. Auszeichnung der ASCAP, der American Society of Composers, Authors and Publishers: Udo Jürgens wird der „Country Music Award” für die amerikanische Version von „Buenos dias, Argentina“ verliehen. Ein Konzert im Hollywood Palladium und ein Auftritt als Stargast in der „Merv Griffin Show“, der damals populärsten Talkshow Amerikas, folgen. Die ZDF-Show „Meine Lieder sind wie Hände“ wird zu einem weiteren großen TV-Erfolg. In einer demoskopischen Umfrage des Instituts Allensbach steht Udo Jürgens mit einem Bekanntheitsgrad von 95 Prozent in der deutschen Bevölkerung auf Platz 1 aller in- und ausländischen Sänger und Musiker.

1981

In den deutschen Radios ist Udo Jürgens der meist gespielte deutschsprachige Künstler. Die von Harold Faltermeyer in Hollywood produzierte Platte „Leave a Little Love“, Udo Jürgens‘ erstes englischsprachiges Album, erscheint in über 20 Ländern. Beim „World Popular Song Festival“ in Tokio gewinnt er als einziger Teilnehmer gleich zwei Preise: „Most Outstanding Performance Award“ als Interpret und „Most Outstanding Song Award“ als Komponist von „Leave a Little Love“. Weitere Auszeichnungen des Jahres 1981: Goldene Europa, Deutscher Schallplattenpreis, Paul Lincke-Ring, Goldenes Ehrenzeichen der Stadt Wien, Robert Stolz Ehrenurkunde und Goldenes Concert Ticket als erfolgreichster Tourneekünstler 1980/81.

1982

Für die LP „Leave A Little Love“ erhält Udo den Deutschen Schallplattenpreis. Das neue Album „Silberstreifen“ erscheint mit den Single-Auskopplungen „Die Glotze“ und „5 Minuten vor 12“. Auf dem Album ebenfalls enthalten ist „Ich war noch niemals in New York“ mit einem Text von Michael Kunze. Der Titel schafft es auf einer weiteren Single-Auskopplung nur auf die B-Seite. Die Tournee „Lust am Leben“ wird zu einem gigantischen Erfolg. Mit dabei: das Orchester Pepe Lienhard, das Udo von nun an als festes Orchester begleiten wird. Das Goldene Concert Ticket bereits für den ersten Teil der Tour, das Live-Album und die ZDF-Personality-Show machen „Lust am Leben“ zu einer der erfolgreichsten Live-Produktionen.

1983

Tournee-Rekord mit „Udo Live – Lust am Leben“: 123 Konzerte, 400.000 Besucher! Für die LP „Silberstreifen“ erhält Udo Jürgens zum dritten Mal in Folge den Deutschen Schallplattenpreis und zum sechsten Mal die „Goldene Europa“. Für die Präsentation des neuen Albums „Traumtänzer“ und der gleichnamigen Single-Auskopplung fliegt Udo samt Plexiglasflügel unterm Helikopter schwebend auf das 3.454 Meter hohe Jungfraujoch in den Schweizer Alpen. Vor der Kälte schützt ein Taucheranzug unterm weißen Smoking. Weltweit berichten Medien über den Gletscher-Auftritt.

Ich kann ohne Applaus leben, aber nicht, wenn ich auf der Bühne stehe.

Udo Jürgens
1984

Für das neue Album „Hautnah“, produziert von seinem langjährigen Tonmeister und Produzent Peter Wagner, gibt es Gold. Zur Frankfurter Buchmesse erscheint Udos Biografie „Smoking und Blue Jeans – Jahre eines Traumtänzers“. Es klettert auf Platz 5 der Spiegel-Bestsellerliste. Am 30. September feiert Udo Jürgens seinen 50. Geburtstag. Im November startet die Tour „Udo hautnah“.

1985

Die „Hautnah“-Tournee wird zum Triumphzug. Udo spielt zwischen November 1984 und Mai 1985 130 Konzerte vor 430.000 Besuchern. Zum Start des zweiten Tourneeteils erscheint der Live-Mitschnitt „Live & hautnah“. Konzertpromoter Fritz Rau verleiht die Auszeichnung „The Concert of the Year“. Udo Jürgens erhält die ordentliche Professur der Republik Österreich. Im Herbst erscheint die LP „Treibjagd“.

1986

Begleitet von den Wiener Symphonikern, eröffnet Udo vor über 30.000 Zuschauern die Wiener Festwochen auf dem Rathausplatz. Im September präsentiert er sein neues Album „Deinetwegen“. Der weltberühmte Wagner- Tenor René Kollo veröffentlicht „Musik war meine erste Liebe“, ein Album ausschließlich mit Udo Jürgens-Kompositionen.

1987

Start der „Deinetwegen“-Tour, erstmals seit vielen Jahren tritt Udo auch wieder in der DDR auf. Im Sommer reist er für die deutsch-chinesische TV-Gemeinschaftsproduktion „Heute Abend in Beijing“ nach Peking. Über 400 Millionen Chinesen sehen die Show und werden Zeuge eines „Skandals“, als „Uduo Yuergensi“, wie Udo Jürgens angekündigt wird, der Sängerin Cheng Fang Yuan spontan ein Küsschen auf die Wange gibt. Als erster und einziger Musiker aller Zeiten spielt Udo in der Verbotenen Stadt.

1988

Das „Blaue Album“ erscheint mit dem Lied „Gehet hin und vermehret euch“, zu dem TV-Journalist Hanns-Joachim Friedrichs den Prolog spricht. Der Song löst einen Boykottaufruf der katholischen Kirche aus und das Lied landet auf dem Index. Auszeichnung mit der Goldenen Kamera für die TV-Show „Heute Abend in Beijing“.

1989

Nach 25 Jahren Ehe lassen sich Udo und Panja im Sommer 1989 in Zürich scheiden. „Ohne Maske“ lautet der Titel des neuen Albums und der folgenden Tournee. Udo wird – zwischen zwei Tourstationen – gemeinsam mit Pepe Lienhard am Brandenburger Tor zum Zeitzeugen, als am 9. November die Berliner Mauer fällt.

Ich bin Unterhaltungskünstler. Da steckt das Wort ‚Haltung‘ drin.

Udo Jürgens
Die 90er

Die Neunziger zeigen es, Udo Jürgens kann einfach alles: Er spielt Europas größtes Open-Air-Konzert aller Zeiten, singt die deutsche Fußballnationalmannschaft zum WM-Titel und geht mit einem großen Sinfonieorchester auf Tournee. Und er sagt gleich zweimal „Ja!“: Lebenslang zu seiner Plattenfirma und in New York zu seiner zweiten Ehefrau Corinna.

1990

Mit der LP „Sempre Roma“ singt Udo die Deutsche Fußball- Nationalmannschaft zum Weltmeistertitel. Er ist Gaststar in der ZDF-Erfolgsserie „Das Traumschiff“ und schreibt für zwei Folgen den Soundtrack.

1991

Vom Fußballplatz geht‘s aufs Eis. Udo Jürgens komponiert die Fanfare und den offiziellen Song „Wings of Love“ zur Eiskunstlauf-WM. Die Single- Auskopplung „Na und…!?“ aus dem Album „Geradeaus“ steigt in die Charts ein. Verleihung des Goldenen Landesorden aus seiner Heimat Kärnten.

1992

Die „Geradeaus“-Tour wird nach vier Monaten noch einmal verlängert: Im Sommer feiert die „Open-Air-Symphony“ ihre Premiere. Mit dem Symphonie- Rundfunkorchester, dem Kinder- und Jugendchor Frankfurt und dem Orchester Pepe Lienhard stehen 110 Musiker und Sängerinnen und Sänger bei den Klassikkonzerten auf der Bühne. Am 27. Juni kommen über 200.000 Menschen zu einem gigantischen Open-Air-Konzert auf der Wiener Donauinsel, dem größten Open-Air-Konzert aller Zeiten auf dem europäischen Kontinent.

1993

Unterzeichnung eines lebenslangen Schallplattenvertrags mit BMG Ariola. Dies ist einmalig im deutschen Musikbusiness. Das Album „Café Größenwahn“ erscheint.

1994

Udo Jürgens wird 60. Und dies wird entsprechend gefeiert: Die Biografie „Unterm Smoking Gänsehaut“ erscheint und Bruder Manfred Bockelmann veröffentlicht einen großformatigen Bildband mit bislang unveröffentlichten Fotos aus Udo Jürgens‘ Leben. Udo Jürgens wird mit dem Ehrenring der Stadt Wien und mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet, er erhält die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Pörtschach am Wörthersee sowie den „Echo“ der Deutschen Phono-Akademie für sein künstlerisches Lebenswerk. In Österreich gibt es Gold für die CD „Aber bitte mit Sahne“. Das ist Rekord: Udo Jürgens ist der einzige deutschsprachige Künstler, der über einen Zeitraum von vier Jahrzehnten Goldene Schallplatten entgegennehmen durfte. Die „Größenwahn“-Tour startet und im Herbst wird Udo zum vierten Mal Vater, in Wien kommt Tochter Gloria zur Welt.

Die Sehnsucht stirbt an der Schwelle der Erfüllung. Und ein Mensch, der keine Sehnsucht mehr hat, verliert seine Kreativität.

Udo Jürgens
1995

Im Frühjahr erscheinen das Live-Album „140 Tage Größenwahn“ und ein ZDF-Konzertmitschnitt zur Tournee, die mit 500.000 Zuschauern zur erfolgreichsten Tournee der Saison in Europa wird. Udo erhält die „Goldene Kamera“ als erfolgreichster Künstler des Jahres 1994 und das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Villach am Wörthersee benennt einen Platz nach Udo Jürgens. Im Herbst erscheint das neue Album „Zärtlicher Chaot“.

1996

„Gestern – Heute – Morgen“ heißt das neue Album inklusive der Single- Auskopplung des Duetts „Never Give Up“ mit Jocelyn B. Smith, den beide beim WM-Boxkampf May vs. Washington in der Stierkampfarena von Palma de Mallorca präsentieren. Für „Aber bitte mit Sahne“ gibt es in Österreich Platin. Die FIFA verleiht Udo Jürgens den Verdienstorden „Order of Merit“.

1997

Mehr als 300.000 Menschen erleben das Tour-Programm „Gestern, Heute, Morgen“ live. Der „Erste Sahne Mix“ wird veröffentlicht und Udo Jürgens wird: Kult. Ein junges Publikum entdeckt seine Songs noch einmal völlig neu und strömt in die Herbst-Konzerte der „Gestern, Heute, Morgen“-Tour. Udo Jürgens ist aber nicht nur Kult, sondern auch ein Solitär der Musikbranche: Seit drei Jahrzehnten arbeitet der Künstler mit BMG Ariola zusammen, seit vier Jahrzehnten ist Udo Jürgens in der Hitparade präsent: BMG-Auszeichnung für 70 Millionen verkaufte Tonträger.

1998

Für sein Lebenswerk erhält Udo Jürgens seine achte Goldene Europa und die R.SH.-Gold-Auszeichnung als „Kultsänger des Jahre `97“. Veröffentlichung der Single „Bring‘ ein Licht ins Dunkel“ zu Gunsten der ORF-Aktion „Licht ins Dunkel“. Die Alben „Aber bitte mit Sahne II“, „Lieder, die im Schatten stehen 7“ und „Romantische Gefühle“ erscheinen.

1999

Im Juli heiratet Udo Jürgens seine langjährige Freundin Corinna Reinhold in New York. Gründung der Udo Jürgens Stiftung, die sich für Waisenkinder und Nachwuchsmusiker einsetzt, das Album „Ich werde da sein“ erscheint. Verleihung des Radio Regenbogen Awards und des Ehren-Bambi.

Die 2000er

Udo Jürgens hat jetzt das Lebensalter erreicht, dass er bereits 1977 besungen hatte: „Mit 66 Jahren“. In einem Alter, in dem sich andere in die Rente verabschieden, stürzt sich Udo Jürgens mit Verve in neue Projekte und erweist sich seiner Zeit wieder einmal weit voraus: er streamt ein Internet-Konzert aus seiner Zürcher Stadtwohnung. Ein Solo-Konzertprogramm, ein autobiografischer Roman und ein Musical entstehen.

2000

Udo Jürgens wird 66 Jahre alt. Er feiert dies mit der großen Tournee „Mit 66 Jahren…“, dem gleichnamigen Studioalbum und einer ZDF-Geburtstagsshow – und er streamt ein Livekonzert aus seiner Zürcher Stadtwohnung inklusive Chat.

2001

Die „Mit 66 Jahren…“-Tournee wird verlängert. Zum Tour-Abschloss haben 450.000 Menschen die 111 Konzerte besucht. Auszeichnung mit dem Amadeus Austrian Music Award, der Goldenen Stimmgabel und Gold für „Mit 66 Jahren…“. Udo Jürgens‘ Heimatstadt Klagenfurt verleiht ihm das Ehrenbürgerrecht.

2002

Unter dem Titel „Ein Soloabend“ begibt sich Udo Jürgens erstmalig auf Solo-Open-Air-Tournee. 55.000 Zuschauer erleben den Künstler (fast) ganz alleine am Klavier. Im Herbst erscheint das Album „Es lebe das Laster“.

2003

Amadeus Austrian Music Award fürs Lebenswerk, Start zur „Es lebe das Laster“-Tournee und Ausstrahlung der TV-Weihnachtssendung „Es werde Licht – meine Winter- und Weihnachtslieder“. Die gleichnamige CD steigt Weihnachten in Deutschland und Österreich auf Platz 1 der Airplay-Charts.

2004

Der autobiografische Roman „Der Mann mit dem Fagott“, den Udo Jürgens gemeinsam mit Co-Autorin Michaela Moritz geschrieben hat, erscheint und wird zum Spiegel-Bestseller. Verleihung des Deutschen Musikpreises und des Deutschen Fernsehpreises. Es gibt Gold: in Österreich für „Es werde Licht – meine Winter- und Weihnachtslieder“ und in Deutschland für „Es lebe das Laster“. Eine große TV-Show in der ARD feiert Udo Jürgens‘ 70. Geburtstag.

Ich habe mir viel mehr erfüllt, als ich je geträumt habe. Und ich habe immer noch mehr Träume, als ich von mir je erfüllt bekommen kann.

Udo Jürgens
2005

Der Film „Auf beiden Seiten des Vorhangs“, den Udo Jürgens‘ Bruder Manfred Bockelmann während der Tournee „Es lebe das Laster“ gedreht hat, erscheint auf der Live-DVD „Es lebe das Laster – Live 2004“. Die steigt auf Platz 1 der DVD-Charts ein und hält sich dort wochenlang an der Spitze. 66.000 Zuschauer sehen die Sommer-Solo-Konzerte. Das Album „Jetzt oder nie“ wird veröffentlicht.

2006

Udo Jürgens und seine Frau Corinna lassen sich nach sieben Jahre Ehe scheiden. Die „Jetzt oder nie“-Tournee erleben 320.000 Zuschauer live. „Der Soloabend – Live am Gendarmenmarkt“ erscheint auf CD und DVD. Für die Alben „Jetzt oder nie“, „Zeig mir den Platz an der Sonne“, „Aber bitte mit Sahne“ und die DVD „Mit 66 Jahren – live 2011“ gibt es Gold.

2007

Uraufführung des Musicals „Ich war noch niemals in New York“ in Hamburg. Udo Jürgens erhält die Schweizer Staatsbürgerschaft und ist nun österreichisch-schweizerischer Doppelbürger. Im Sommer stehen unter dem Motto „Ein Mann und sein Klavier“ weitere Solo-Konzerte auf dem Tourplan. Zweiter Platz in der ZDF-Showreihe „Unsere Besten“ – hinter Herbert Grönemeyer und noch vor Wolfgang Amadeus Mozart – in der Kategorie der besten Musikstars aller Zeiten.

2008

Das Studioalbum „Einfach ich“ erscheint und erhält Gold. Drei weitere Auszeichnungen folgen: der Steiger Award in der Kategorie Musik, der Bild-Osgar und die Goldene Henne „Lebenswerk“.

2009

Die Sportfreunde Stiller covern „Ich war noch niemals in New York“ und präsentieren den Song gemeinsam mit Udo Jürgens bei „MTV Unplugged“. 27 Jahre nach dem Erscheinen auf der LP „Silberstreifen“ wird „Ich war noch niemals in New York“ zum absoluten Superhit. Tournee, Geburtstags-Special im TV, CD- und DVD-Veröffentlichung: Udo Jürgens‘ 75. Geburtstag wird groß gefeiert und die Geburtstags-Doppel-CD „Best of“ erhält umgehend Gold in Deutschland und Platin in Österreich.

Die 2010er

Premieren in Tokio und New York, eine Roman-Verfilmung und die erfolgreichste Tournee seines Lebens: Udo Jürgens ist im Alter von 80 Jahren auf dem Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens angekommen.

2010

Die vierte Solo-Tournee unter dem Titel „Der Solo-Abend“ erleben 49.000 Zuschauer live. Das Duett „Ich war noch niemals in New York“ mit den Sportfreunden Stiller erhält Platin. In Davos wird Udo Jürgens der „Chrystal Award“ des World Economic Forum WEF für seinen „Einsatz für eine bessere Welt“ verliehen.

Ich weiß. Jeder, der mir zuhört, ist irgendwie ein Teil von mir.

Udo Jürgens
2011

Das Musical „Ich war noch niemals in New York“ feiert unter dem Titel „I’ve Never Been To New York” in Tokio eine umjubelte Premiere. ARD und ORF strahlen die Roman-Verfilmung „Der Mann mit dem Fagott“ als Zweiteiler aus. Der Film wird mit dem Bambi-Publikumspreis ausgezeichnet. Das Album „Der ganz normale Wahnsinn“ erscheint.

2012

Im Rahmen der Filmtage „New Films From Germany“ wird „Der Mann mit dem Fagott“ im Museum of Modern Art in New York gezeigt. Auszeichnung mit der österreichischen „Romy“ und dem „Deutschen Fernsehpreis“. Die Tournee „Der ganz normale Wahnsinn“ startet in Berlin, aufgrund der großen Nachfrage wird die Tour im Herbst verlängert.

2013

Madame Tussauds fertigt eine Wachsfigur von Udo Jürgens und stellt diese dauerhaft in Wien aus. Bei der 65. Bambi-Verleihung wird Udo Jürgens in Berlin für sein Lebenswerk geehrt, Literaturkritiker Hellmuth Karasek rührt ihn mit seiner Laudatio zu Tränen.

2014

Das Album „Mitten im Leben“ erscheint im Februar und steigt sofort in die Top Ten ein. Die gleichnamige Tournee (die 25.!) ist schon Wochen vor der Premiere ausverkauft, auch die Zusatzshows, die im Februar und März stattfinden sollen, laufen auf „Ausverkauft“ zu. Am 30. September feiert Udo Jürgens seinen 80. Geburtstag. Die Geburtstags-Gala „Udo Jürgens – Mitten im Leben“ im ZDF wird zum Quotenhit. ARD und ARTE strahlen die gefeierte Dokumentation „Der Mann, der Udo Jürgens ist“ aus. In Österreich erscheint eine Sonderbriefmarke. Am 7. Dezember gibt Udo Jürgens im Zürcher Hallenstadion sein letztes Konzert vor der Weihnachtspause. Die Show wird für eine DVD-Produktion aufgezeichnet. Am 21. Dezember verstirbt Udo Jürgens während eines Spaziergangs in der Schweiz überraschend an Herzversagen.