TV Tipp: Udo-Abend am 16. November im BR

Der BR würdigt Udo Jürgens am Sonntag, 16. November ab 20:15 Uhr mit der Wiederholung der Show „Udo Forever“ und der direkt anschließenden Dokumentation „Udo!“, die das Erste anlässlich des 90. Geburtstages und des zehnten Todestages von Udo Jürgens im Dezember 2024 ausstrahlte. Begleitet wird die Show vom Orchester Pepe Lienhard sowie den musikalischen Gästen wie Annett Lousian, Adel Tawil, Wencke Myhre, Götz Alsmann, Vanessa Mai und vielen anderen. In der Dokumentation von David Kunac sprechen Udos Kinder John und Jenny Jürgens, Udos erste Frau Panja, sein Bruder Manfred sowie Udos Textdichter  über das Leben und Arbeiten mit Udo. Absolut sehenswert!

Im Gespräch mit Trompeter Sebastian Strempel

Fans von Udo und dem Orchester Pepe Lienhard können sich freuen: Die Tournee „Da Capo Udo Jürgens“ wird im Januar/Februar 2026 mit 15 Konzerten in Deutschland und Österreich fortgesetzt. Auf dem Tourplan stehen unter anderem Berlin, Hannover, Rostock, Dortmund, Stuttgart und Wien. Das Erfolgsgeheimnis von „Da Capo Udo Jürgens“? Zwischen Udo auf der riesigen Videoleinwand und dem fantastisch aufspielenden Orchester Pepe Lienhard, das live auf der Bühne vor der Videoleinwand spielt, verschwimmen Vergangenheit und Gegenwart, Traum und Wirklichkeit.

In unserer Interview-Serie stellen wir Euch die „Da Capo“-Mitglieder des Orchesters Pepe Lienhard vor. Trompeter Sebastian Strempel begleitete Udo Jürgens seit 1996 auf seinen Tourneen. Wir sprachen mit Sebastian über den Big Band Sound, den Udo so sehr liebte, den Jazz der Münchner Jahre und das wohlige Konzert-Gefühl, wie in einer Badewanne zu liegen.

Sebastian, Du bist seit 1995 Mitglied des Orchesters Pepe Lienhard und hast von 1996 bis zu Udo letzter Tournee „Mitten im Leben“ im Jahr 2014 alle Tourneen (ist das korrekt?) mit Udo gespielt. Das klingt nach einer aufregenden, intensiven und herrlich verrückten Zeit. Wie hast Du die Tourneen und Auftritte erlebt?
 
Ich habe seit 1996 fast alle Tourneen mitspielen können, teilweise leider nur zur Hälfte, da meine Musikschule, an der ich schon genauso lange arbeite wie in Pepe’s Band mich nicht immer für eine so lange Zeit freistellen wollte. Aber natürlich waren die Tourneen immer ein großes Erlebnis! Ich stand ja noch am Anfang meiner Laufbahn als Musiker, hatte gerade das Studium beendet und dann gleich mit so einem Star und so einer großartigen Band solch ausgedehnte Tourneen zu machen war natürlich unheimlich aufregend.

Seit den achtziger Jahren ist eine Großformation wie das Orchester Pepe Lienhard bzw. Pepes Big Band ein Anachronismus. Udo ist zum Glück den gegenteiligen Weg gegangen, er hat immer den allergrössten Wert darauf gelegt, mit großer Bläsersektion und mit Streicher-Ensemble auf Tournee zu gehen …

Ja, zum Glück für uns und eigentlich auch fürs Publikum nutzte Udo seinen Erfolg und die riesige Begeisterung für ihn aus, um seinen und Pepes Traum zu verwirklichen mit einem großen Orchester auf Tour zu gehen. Denn Udo liebte den Sound einer Bigband und selbstverständlich war das auch ein angemessener Rahmen für seine musikalischen Ideen. Vor allem in den späteren Jahren komponierte Udo ja viel symphonisch angehauchte Musik, wie etwa „Die Krone der Schöpfung“. Dafür brauchte er natürlich ein größeres Orchester.

Udo liebte den Sound einer Bigband.

Sebastian Strempel

Bei „Da Capo Udo Jürgens“ sind von den 24 Orchestermusikern noch 21 der Originalmusiker dabei, die auch Udos letzte Tournee begleitet haben. Das ist ein riesiges Kompliment an Udo – und an Pepe …

Das muß man unbedingt so sehen! In Pepes Band spielen ohnehin einige Musiker, die schon von Anfang an dabei waren oder wie ich seit 30 Jahren oder länger mitspielen. Das liegt sicher daran, dass Pepe immer auf das höchste Niveau seines Orchesters geachtet hat. Das ist für professionelle Musiker ein wichtiges Kriterium.

Bei „Da Capo“ spielt glaube ich auch der Wunsch von uns Musikern mit, uns bei Udo für die lange und erfolgreiche Zeit mit ihm zu bedanken und sein Andenken auf unsere Art zu pflegen, indem wir ihn und seine Musik nochmal richtig feiern.

Du bist Jazztrompeter, hast unter anderem für das Bundesjazzorchester unter Peter Herbolzheimer gespielt. Udo hat den Jazz und den Swing geliebt. War das ein Thema zwischen Euch?

Gelegentlich ja. Ich wußte, dass Udo Jazzfan war, er hat manchmal von seine Zeiten in München erzählt, wo er sich seine ersten Sporen als Jazzpianist verdient hat. Und er war durchaus interessiert daran, was wir sonst so spielen. Er kam ja auch gelegentlich zu Konzerten von Pepes BigBand.

Wie in einer Badewanne!

Sebastian Strempel

Wie fühlen sich die „Da Capo Udo Jürgens“-Konzerte für Dich an? Schmerzt der Verlust von Udo bei den Konzerten noch sehr oder wandelt sich dieses Gefühl des Verlustes langsam in ein großes Glück, diese Show mit Udo auf der riesengroßen Videowand für Udo spielen zu können?

Es war am Anfang jedesmal ein merkwürdiges Gefühl, wenn wir bei den Proben begonnen haben zu spielen und plötzlich war da Udos Stimme ganz präsent zu hören, ohne dass er vorne vor der Band saß. Ich mußte da schon immer erstmal schlucken.

Aber inzwischen ist es tatsächlich so, dass ich mich vor allem freue, dass das Konzept von „Da Capo“ so erfolgreich ist und dass neben Udo auf der Großleinwand auch Pepe so eine große Aufmerksamkeit bekommt. Er hat all die Jahre, wie es Udo an seinem letzen Abend zu ihm gesagt hat, dafür gesorgt, dass Udo sich vor dem Orchester so wohl fühlte „wie in einer Badewanne“. Das ist doch ein Riesenkompliment für Pepe!

Weitere Beiträge

Im Gespräch mit Schlagzeuger Peter Lübke

Fans von Udo und dem Orchester Pepe Lienhard können sich freuen: Die Tournee „Da Capo Udo Jürgens“ wird im Januar/Februar 2026 mit 15 Konzerten in Deutschland und Österreich fortgesetzt. Auf dem Tourplan stehen unter anderem Berlin, Hannover, Rostock, Dortmund, Stuttgart und Wien. Das Erfolgsgeheimnis von „Da Capo Udo Jürgens“? Zwischen Udo auf der riesigen Videoleinwand und dem fantastisch aufspielenden Orchester Pepe Lienhard, das live auf der Bühne vor der Videoleinwand spielt, verschwimmen Vergangenheit und Gegenwart, Traum und Wirklichkeit.

In unserer Interview-Serie stellen wir Euch die „Da Capo“-Mitglieder des Orchesters Pepe Lienhard vor. Schlagzeuger Peter Lübke gehört seit 45(!) Jahren zum Orchester Pepe Lienhard, 33 Jahre davon begleitete er alle Konzerte und Tourneen von Udo Jürgens. Wir sprachen mit Peter über unvergessliche Momente, Udos Flunkerei und Pepes Gabe, immer die richtigen Musiker zusammenzustellen.

Peter, Du hast als Schlagzeuger des Orchesters Pepe Lienhard 33 Jahre lang für Udo Jürgens gespielt. Wie blickst Du heute auf diese 33 Jahre zurück? Es müssen ja unfassbar viele einzigartige, emotionale und herrlich verrückte Momente mit dieser Zeit für Dich verbunden sein.
 
Ja, das waren unzählige, unvergessliche Momente. Es war schon immer mein Wunsch, in großen Orchestern und großen Shows zu spielen. Erst jetzt, wo wir die Da Capo Tour spielen, kommen viele Erinnerungen wieder hoch, auch mit den vielen bekannten (Fan-)Gesichtern. 
 
Du warst 19 Jahre jung, als Du Deine erste Tournee mit Udo gespielt hast: „Lust am Leben“ 1982. Wie aufregend war das damals für Dich? Als Schlagzeuger hast Du eine große Bedeutung für die Band, von Dir kommen Groove und Dynamik. Und das mit 19 für ein großes Orchester und gleich für Udo Jürgens …
 
Udo flunkerte da ein wenig. Ich war auf meiner ersten Udo Tour 22 Jahre alt. Ich habe vor meiner Zeit mit Pepe schon viel Erfahrung in großen Bands und mit Studioarbeit sammeln können. Ich war sozusagen vorbereitet.

Pepe ist sehr bodenständig und ein sehr feiner Mensch.

Peter Lübcke

Pepe gilt als Bandleader von Weltklasse. Was ist das Besondere an Pepe und an dem Orchester Pepe Lienhard?

Ich spiele seit 45 Jahren für Pepe, unglaublich aber wahr. Pepe liebt die Musik. Er hat die Gabe, die richtigen Musiker zur richtigen Zeit einzusetzen und das tut der Band gut. Pepe ist sehr bodenständig und ein sehr feiner Mensch.

Wie war Udo in der Zusammenarbeit mit Dir und dem Orchester?

Udo gehörte zu den Künstlern, die genau wussten und auch erklären konnten, wie er was musikalisch umgesetzt haben wollte. Das habe ich sehr an ihm geschätzt.

Die Fans von Udo kennen Dich natürlich alle. Wie reagieren sie auf „Da Capo Udo Jürgens“, bekommst Du Feedback?

Das Feedback von den Fans und auch von meinen Bekannten ist durchweg positiv. Wir waren uns dessen vor Tourstart nicht ganz sicher, aber jetzt sind wir alle happy und freuen uns auf jedes Konzert.

Udos Ansage von mir ehrt und berührt mich jedesmal sehr. Ein schöner Moment für mich.

Peter Lübcke
Udo hat Dich beim letzten Konzert in Zürich mit den Worten „Peter, Du spielst schon seit 33 Jahren bei uns, und Du wirst immer besser“ vorgestellt. Bei „Da Capo“ tut er dies wieder, von der riesigen Videoleinwand herunter. Ein eher schwerer oder ein schöner Moment?
 
Udos Ansage von mir ehrt und berührt mich jedesmal sehr. Ein schöner Moment für mich.

TV-Tipp: "Merci Udo" 21:45 Uhr im WDR

Die wunderbare Dokumentation „Merci Udo – Songs für die Ewigkeit“, die der WDR anlässlich des 90. Geburtstages von Udo Jürgens im September 2024 ausstrahlte, wird heute um 21:45 Uhr im WDR wiederholt. Orchesterchef Pepe Lienhard, Oliver Polak, Andrea Grießmann und Stefanie Hertel erinnern sich an Udo. Und John und Jenny Jürgens erzählen vom Leben mit ihrem berühmten Vater. Unbedingt einschalten!

Unser Geschenk an Euch zum 91. Geburtstag von Udo Jürgens

Udo Jürgens wäre heute 91 Jahre alt geworden.

In Erinnerung an Udo haben wir uns für diesen besonderen Tag ein ganz besonderes Geschenk für Euch überlegt und möchten Euch fragen:

Welche Udo Jürgens Alben wünscht Ihr Euch noch einmal neu aufgelegt auf Vinyl? Sagt es uns, wir erfüllen Euren Wunsch.

Bei 56 Alben gibt es eine große Auswahl … Ihr habt die Wahl!

Stimmt für Eure drei Favoriten ab und die beliebtesten Alben werden von uns wiederveröffentlicht.

Dazu könnt Ihr mit etwas Glück auch noch einen kuscheligen Udo Jürgens Bademantel und ein „udo 90“ 5-CD-Set gewinnen.

Wir sind gespannt, welche Alben in der Top 10 landen werden. Übrigens, Eure Auswahl ist in Echtzeit sichtbar, so könnt Ihr die Abstimmung live mitverfolgen. Für die Abstimmung habt Ihr vier Wochen Zeit.

Alle Informationen zur Abstimmung findet Ihr auf Udos Social Media Kanälen Instagram und Facebook.

Viel Glück und: Danke, dass Ihr dabei seid!

 

 

Foto: Manfred Bockelmann

Im Gespräch mit Gitarrist Frank Kuruc

Fans von Udo und dem Orchester Pepe Lienhard können sich freuen: Die Tournee „Da Capo Udo Jürgens“ wird im Januar/Februar 2026 mit 15 Konzerten in Deutschland und Österreich fortgesetzt. Auf dem Tourplan stehen unter anderem Berlin, Hannover, Rostock, Dortmund, Stuttgart und Wien. Das Erfolgsgeheimnis von „Da Capo Udo Jürgens“? Zwischen Udo auf der riesigen Videoleinwand und dem fantastisch aufspielenden Orchester Pepe Lienhard, das live auf der Bühne vor der Videoleinwand spielt, verschwimmen Vergangenheit und Gegenwart, Traum und Wirklichkeit.

In unserer neuen Interview-Serie stellen wir Euch die „Da Capo“-Mitglieder des Orchesters Pepe Lienhard vor. Gitarrist Frank Kuruc ist bei Udo „der Neue“, im Orchester Pepe Lienhard aber gehört Frank seit vielen Jahren zum festen Ensemble. Wir sprachen mit Frank über die besondere Zusammenarbeit mit Pepe, seinen Blick auf Udo und die Philosophie seiner Hochschulprofessur.

Liest man Credits in Booklets, stößt man immer wieder auf Deinen Namen, Dein Gitarrenspiel ist auf mehr als 100 Alben zu hören. Wie schafft man das, zu einem der gefragtesten Gitarristen Deutschlands zu werden?

Ich habe mich von klein auf für Musik interessiert, viele unterschiedliche Musik gehört und für Musik gebrannt. Es hat sich nach meinem Studium so entwickelt dass man mich für verschiedene Projekte engagiert hat und ich eigene Projekte gestartet habe.

Du spielst seit vielen Jahren im Orchester Pepe Lienhard, was magst Du besonders an der Zusammenarbeit mit Pepe Lienhard und Deinen Orchesterkollegen?

Ich schätze alle meine Kollegen sehr, wir haben ein sehr gutes, harmonisches Verhältnis untereinander. Auch wenn wir neben der Bühne Blödsinn machen , so ist auf der Bühne jeder total professionell und gibt sein bestes. Auch deswegen ist die Atmosphäre auf der Bühne so entspannt obwohl jeder sehr konzentriert ist und Pepe ist ein absoluter Profi als Bandleader. Verständnisvoll und von allen hochgeschätzt.

Du hast aber nie mit Udo Jürgens gearbeitet. Wie hast Du ihn – mit dem Blick von außen – als Komponist, Musiker, Entertainer wahrgenommen?

Ich habe Udo nie persönlich kennengelernt. Von außen war er für mich immer eine Ausnahmeerscheinung in der deutschen Musikszene. Ich empfand ihn nie als Schlagersänger, für mich war er eher ein deutscher Chansonier und deshalb in einer anderen Klasse. Seine Lieder waren oder sind melodisch und harmonisch viel interessanter als manch andere Beiträge in vielen Fernsehshows in denen er präsentiert wurde. Er brannte für seine Musik und war deshalb authentisch.

Es gibt das Ich und das Wir, sowohl im Leben als auch in der Musik.

Frank Kuruc

Wie erlebst Du, als „Neuer“, die „Da Capo Udo Jürgens“ Tournee?

Zunächst war ich etwas skeptisch ob das so klappt mit dem Konzept, aber nach der ersten Show war ich überzeugt  dass es aufgeht. Die Reaktionen des Publikums und die Kritiken von Bekannten waren durchweg begeistert. Die Tour ist auch wirklich sehr gut organisiert, ein super Team, lauter kompetente Leute. Alles wunderbar.

 

Du bist Professor für Gitarre und Ensemble-Leitung. Was gibst Du Deinen Studentinnen und Studenten mit auf ihren Weg nach dem Hochschulabschluss? Etwas, das über das rein Musikalische hinaus geht?

Natürlich tue ich mein Möglichstes ein gutes Handwerk weiterzugeben, gute Technik, harmonisches Verständnis und einen guten Fokus auf die wichtigen Sachen beim Zusammenspiel.

Darüber hinaus versuche ich die Sinne zu öffnen dafür, möglichst offen zu sein, keine musikalischen und menschlichen Scheuklappen zu haben. Es gibt das Ich und das Wir, sowohl im Leben als auch in der Musik.

 

Fotos der Interview-Reihe: Herbert Scheiwiler, Regula Marti, Marc Vorwerk

Im Gespräch mit Pianist Christian Wegscheider

Fans von Udo und dem Orchester Pepe Lienhard können sich freuen: Die Tournee „Da Capo Udo Jürgens“ wird im Januar/Februar 2026 mit 15 Konzerten in Deutschland und Österreich fortgesetzt. Auf dem Tourplan stehen unter anderem Berlin, Hannover, Rostock, Dortmund, Stuttgart und Wien. Das Erfolgsgeheimnis von „Da Capo Udo Jürgens“? Zwischen Udo auf der riesigen Videoleinwand und dem fantastisch aufspielenden Orchester Pepe Lienhard, das live auf der Bühne vor der Videoleinwand spielt, verschwimmen Vergangenheit und Gegenwart, Traum und Wirklichkeit.

Der österreichische Jazzpianist, Organist und Komponist Christian Wegscheider begleitet Pepe Lienhard seit vielen Jahren. Kein Wunder also, dass er „ohne Wenn und Aber“ sofort für die „Da Capo Udo Jürgens“ Tournee zusagte, als Pepe ihn anrief und fragte, ob er dabei sei. Wir sprachen mit Christian über Schnapsbrennerei, die Band und Udos R&R Licks.

Christian, bevor wir uns musikalischen Fragen zuwenden … erzähl uns uns doch bitte zuerst, was es mit der Zwetschge 2022 auf sich hat!

Ich bin am Papier Bauer da ich den Hof meines Großvaters geerbt habe. Die Wiesen bestelle ich klarerweise nicht mehr aber das Schnapsbrennrecht nehme ich seit 25 Jahren mir Freude wahr.

Du bist aber nicht nur ein fantastischer Schnapsbrenner, sondern auch ein ebenso fantastischer Pianist und Lehrbeauftragter am Mozarteum Salzburg …

Auch wenn gegen meine Schnapsbrennkünste alles andere verblasst….
Ich unterrichte Jazzklavier und Theorie für ganz tolle junge Menschen, das ist ein Geschenk

Die Pepe Band ist eine echte Band – die macht alles gemeinsam!

Christian Wegscheider

Als Pepe Dich anrief und fragte, ob Du bei „Da Capo Udo Jürgens“ mit dabei wärst, hast Du keine Sekunde gezögert und sofort „Ja!“ gesagt ….

Haha, das nennt man eine Suggestivfrage
Aber im Ernst: die Pepe Band ist eine echte Band – die macht alles gemeinsam!

Als Österreicher – was bedeutet es speziell Dir, die „Da Capo Udo Jürgens“-Tournee zu spielen?

Darüber hab ich mir noch gar nie Gedanken gemacht.
Nationalitäten sind in der Musik unbedeutend. Mir geht es immer nur um die Musik, selbst wenn ich vom Mond wäre.

Gibt es etwas, das Du Udo gerne noch gesagt hättest?

Lass mich bitte Deine R&R Licks checken!

 

Fotos der Interview-Reihe: Herbert Scheiwil, Regula Marti, Marc Vorwerk

Im Gespräch mit Saxophonist Jörg Sandmeier

Fans von Udo und dem Orchester Pepe Lienhard können sich freuen: Die Tournee „Da Capo Udo Jürgens“ wird im Januar/Februar 2026 mit 15 Konzerten in Deutschland und Österreich fortgesetzt. Auf dem Tourplan stehen unter anderem Berlin, Hannover, Rostock, Dortmund, Stuttgart und Wien. Das Erfolgsgeheimnis von „Da Capo Udo Jürgens“? Zwischen Udo auf der riesigen Videoleinwand und dem fantastisch aufspielenden Orchester Pepe Lienhard, das live auf der Bühne vor der Videoleinwand spielt, verschwimmen Vergangenheit und Gegenwart, Traum und Wirklichkeit.

In unserer Interview-Serie stellen wir Euch die „Da Capo“-Mitglieder des Orchesters Pepe Lienhard vor: Saxophonist Jörg Sandmeier spielt seit 2001 im Orchester Pepe Lienhard und begleitete bis 2014 alle Tourneen von Udo Jürgens. Jörg erzählt uns im Gespräch von den Standing Ovations, die Udo bekam, bevor er überhaupt einen einzigen Ton gesungen hatte, dem speziellen Pepe-Lienhard-Sound und was er an seiner Wahnheimat Montreal so sehr schätzt.

Jörg, Du spielst seit 2001 im Orchester Pepe Lienhard und hast bis 2014 alle Tourneen von Udo Jürgens begleitet. Welche Erinnerungen gehen Dir als erstes durch den Kopf, wenn Du an Udo und die gemeinsamen Konzerte zurückdenkst?

Einmalig für mich waren sicherlich die vielen Auftritte in den grossen Hallen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Traum eines jeden Musikers! Und beeindruckt hat mich auch immer wieder, welche Ausstrahlung Udo auf das Publikum hatte. Er konnte ja jeweils zu Beginn eines Konzerts auf die Bühne rausgehen und die Leute sind sofort aufgestanden und haben ihm applaudiert. Eine Standing Ovation also, bevor er überhaupt einen einzigen Ton gesungen hatte! Das hatte ich so in dieser Form noch nie – und auch nie wieder – erlebt.

Eine Standing Ovation also, bevor er überhaupt einen einzigen Ton gesungen hatte!

Jörg Sandmeier

Diese Konzerte hatten immer einen ganz speziellen, sehr besonderen Live-Sound, den „Udo-Jürgens-mit-dem-Orchester-Pepe-Lienhard“-Sound. Die Intros ins Konzert, die Reprisen, die Live- Arrangements der Songs. Was macht diesen speziellen Udo-Jürgens-Pepe-Lienhard-Live-Sound aus?

Was die musikalische Seite solcher Konzerte anbelangt, wurde im Voraus alles bis ins kleinste Detail durchdacht und geplant. Da wurde sowohl von Udo Jürgens wie auch Pepe Lienhard nichts dem Zufall überlassen. Und diese Live-Arrangements klangen natürlich in erster Linie deshalb so gut, weil sie von den besten Arrangeuren dem Orchester quasi auf den Leib geschrieben wurden. Kommt dazu, dass das Orchester Pepe Lienhard seit vielen Jahren in der praktisch gleichen Besetzung auftritt und deshalb so aufeinander eingespielt ist und präzise spielt, dass ein solcher Sound überhaupt erst möglich wird.

Udo hat Euch in den Konzerten viel Freiraum für Soli gegeben … 

Ja, das stimmt. Zu Beginn, als ich neu in die Band kam, war es vielleicht noch etwas seltener der Fall, aber dann später hat fast jede/r Musiker/in des Orchesters während der Konzerte einen Spot bekommen, wo er/sie sich solistisch in Szene setzen konnte. Das war für uns Musiker natürlich grossartig und besonders!

Das war für uns Musiker natürlich grossartig und besonders!

Jörg Sandmeier

Du bist Schweizer, lebst in Montreal, Kanada, und hast jetzt immer eine etwas längere Anreise zu den Konzerten. Was gefällt Dir so an Montreal?

Für mich ist es ganz klar dieser Mix aus nordamerikanischer und europäischer Kultur. In Montreal wird sowohl französisch wie auch englisch gesprochen und die Leute hier drüben sind sehr offen, umgänglich und daran interessiert, neue Kontakte zu knüpfen. Das hat es für mich natürlich einfacher gemacht, die letzten Jahre über hier mein Netzwerk aufzubauen. Zudem ist Montreal so etwas wie die «Kultur-Hauptstadt» Kanadas. Es gibt eine tolle Musikszene mit vielen guten Musikern und Kunst im Allgemeinen wird hier sehr geschätzt und unterstützt.

Udos Pünktlichkeit, auch bei den Soundchecks, war legendär. Bist Du jemals zu spät zu einem Soundcheck gekommen?

Da kann ich mit gutem Wissen sagen, dass das bei mir nie der Fall war. Dass ich von Natur aus ein eher pünktlicher Mensch bin, hat mir da sicherlich geholfen. Ich muss dabei aber auch erwähnen, dass das gesamte Orchester von Pepe Lienhard äusserst pünktlich ist und zuspätkommen bei Produktionen, bei denen so viele Leute involviert sind, einfach nicht drinliegt.

 

Fotos der Interview-Reihe: Herbert Scheiwiler, Regula Marti, Marc Vorwerk

Im Gespräch mit Posaunist Edgar Schmid

Fans von Udo und dem Orchester Pepe Lienhard können sich freuen: Die Tournee „Da Capo Udo Jürgens“ wird im Januar/Februar 2026 mit 15 Konzerten in Deutschland und Österreich fortgesetzt. Auf dem Tourplan stehen unter anderem Berlin, Hannover, Rostock, Dortmund, Stuttgart und Wien. Das Erfolgsgeheimnis von „Da Capo Udo Jürgens“? Zwischen Udo auf der riesigen Videoleinwand und dem fantastisch aufspielenden Orchester Pepe Lienhard, das live auf der Bühne vor der Videoleinwand spielt, verschwimmen Vergangenheit und Gegenwart, Traum und Wirklichkeit.

In unserer neuen Interview-Serie stellen wir Euch die „Da Capo“-Mitglieder des Orchesters Pepe Lienhard vor: Weiter geht es mit dem Schweizer Posaunisten Edgar Schmid, der seit 1992 im Orchester Pepe Lienhard spielt und zwischen 1992 und 2014 alle Tourneen von Udo Jürgens begleitet hat. Mit Edgar sprachen wir über die Unmöglichkeit wackliger Premieren-Knie, einen ganz besonderen Telefonanruf von Pepe Lienhard und das unvergessliche Erlebnis, mit Udo vor über 200.000 Menschen zu spielen.

Edgar, Du hast Udo Jürgens über zwei Jahrzehnte als Posaunist begleitet. Mit welchem Gefühl bist Du 2024 auf die „Da Capo Udo Jürgens“-Tournee gegangen? 

Mit einer riesigen Vorfreude. Endlich wieder mit diesem tollen Orchester und dieser tollen Musik auf Tour!

Du spielst bei „Da Capo Udo Jürgens“ das Posaunen-Solo, das Du auch 2014 auf Udos letzter Tournee „Mitten im Leben“ gespielt hast. Bist Du bei der Premiere von „Da Capo“ in Berlin mit wackligen Knien nach vorne auf die Bühne gegangen, Udo überlebensgroß hinter Dir auf der Videoleinwand?

Hätte ich beim ersten Konzert der Da Capo Tour wacklige Beine gehabt, dann wäre ich nicht gut vorbereitet gewesen. Und das geht gar nicht. Natürlich, am ersten Konzert ist man immer etwas angespannt und hofft, dass alles gut geht und beim Publikum gut ankommt.

Endlich wieder mit diesem tollen Orchester und dieser tollen Musik auf Tour!

Edgar Schmid

Als Pepe Dich in den achtziger Jahren das erste Mal spielen hörte, erkannte er sofort Dein riesiges Talent und riet Dir zu einem Studium an einer Jazzhochschule. Hast Du Dich nach dem Ende Deines Studiums sofort bei Pepe zurückgemeldet?

Vielleicht macht man das heute so, dass man sich über die sozialen Medien oder per Email quasi bewirbt. Aber damals wäre das bei Pepe sicher nicht gut angekommen, wenn ich da angerufen hätte. Man stelle sich vor, jeder Musiker hätte bei Bedarf Pepe angerufen! Da macht man sich eher nicht so beliebt. Auch bei den Musikern, welche momentan den Job inne haben. Nein – Pepes damaliger Posaunist hatte eine feste Anstellung bei einem Musical bekommen und gekündigt. Somit bin ich bei Pepe wohl noch in guter Erinnerung gewesen, dass er mich angerufen hat (lacht).

Vor über 200.000 Besuchern zu spielen – das war unglaublich!

Edgar Schmid

Du gehörst dem Orchester Pepe Lienhard seit 1992 an. Seitdem hast Du auch alle Tourneen von Udo begleitet. Das ist eine wahnsinnig lange Zeit zusammen auf und neben der Bühne. Was hat diese Zusammenarbeit so besonders gemacht, was macht sie heute noch so besonders?

Das wirklich besondere an diesem Orchester ist, dass es über die vielen Jahre immer mehr zusammengewachsen ist. Der Stamm der Band ist schon seit einer Ewigkeit dabei. Fast jeder Musiker und jede Musikerin kennt Udos Musik und die Live-Arrangements bestens und weiss genau, was er oder sie zu tun hat. Somit ist das Orchester, meiner Meinung nach, über die vielen Jahre auch immer besser und perfekter geworden. Eine unglaubliche Qualität, die da komplett Live von der Bühne rüberkommt. Und das merkt und schätzt an jedem Konzert auch unser Publikum.

Gibt es eine ganz besondere Erinnerung aus dieser Zeit an Udo, die Du uns erzählen magst?

1992 fand die Open Air Symphony – Tour statt. Ein Riesending zusammen mit dem damaligen Rundfunkorchester und Jugendchor des Hessischen Rundfunks. Ein Konzert dieser Tournee war in Wien auf der Donauinsel. Vor über 200.000 Besuchern zu spielen – das war unglaublich!

 

Fotos der Interview-Reihe: Herbert Scheiwiler, Regula Marti, Marc Vorwerk

Im Gespräch mit Violinistin Diana-Maria Turcu

Fans von Udo und dem Orchester Pepe Lienhard können sich freuen: Die Tournee „Da Capo Udo Jürgens“ wird im Januar/Februar 2026 mit 15 Konzerten in Deutschland und Österreich fortgesetzt. Auf dem Tourplan stehen unter anderem Berlin, Hannover, Rostock, Dortmund, Stuttgart und Wien. Das Erfolgsgeheimnis von „Da Capo Udo Jürgens“? Zwischen Udo auf der riesigen Videoleinwand und dem fantastisch aufspielenden Orchester Pepe Lienhard, das live auf der Bühne vor der Videoleinwand spielt, verschwimmen Vergangenheit und Gegenwart, Traum und Wirklichkeit.

In unserer neuen Interview-Serie stellen wir Euch die „Da Capo“-Mitglieder des Orchesters Pepe Lienhard vor: Die vielfach ausgezeichnete Violinistin Diana-Maria Turcu begeistert die Fans von Udo Jürgens bei „Da Capo Udo Jürgens“ Abend für Abend mit einem traumwandlerischen Violinen-Solo. Wir sprachen mit Diana über einen ganz besonderen Kaffee mit Pepe in Zürich, das Publikum als Spiegel und wie „Der gekaufte Drachen“ sie manches Mal zu Tränen rührt.

Diana, Du bist eine „Neuentdeckung“ von Pepe Lienhard für die „Da Capo Udo Jürgens“-Tournee. Wie wurdest Du von Pepe entdeckt?

Wie Pepe mir erzählte, brauchte er eine neue Geigerin für die Band und so rief er meine ehemalige Fachdidaktik-Professorin Fränzi Frick von der Zürcher Hochschule der Künste an. Sie hat mich sofort empfohlen – wofür ich sehr dankbar bin. Dann traf ich Pepe auf einen Kaffee in Zürich und ich hatte das Gefühl, dass ich ihn schon lange kenne, obwohl wir uns zum ersten Mal trafen. „Was für ein großartiger Mensch und erstaunlicher Musiker“ – dachte ich. Ich habe sofort angefangen, Pepe’s Musik zu hören, die ich sehr mag. Es war ein sonniger Sommertag.

Ich habe sofort angefangen, Pepe’s Musik zu hören, die ich sehr mag.

Diana-Maria Turcu

Hast Du Dir vor der „Da Capo“-Premiere auf YouTube alte Videos von Udos Konzerten angesehen?

Ja, natürlich habe ich mir alle Videos von den Liedern, die wir auf der Da Capo-Tour spielen, angesehen und sogar mit Udos Aufnahmen geübt. Ich habe mich sofort in seine Musik verliebt. So ein genialer Künstler.

Du beeindruckst auf der „Da Capo Udo Jürgens“-Tournee mit einem hinreißenden Violinen-Solo …

Die Soli von „Der gekaute Drachen“ und „Ich würd wieder tun“ sind für mich etwas ganz Besonderes. Abgesehen davon, dass sie sehr gut für die Violine geschrieben sind, hat diese Musik meine Seele so sehr berührt, dass sie mich manchmal zu Tränen rührt. Auch wenn wir 20 Konzerte während einer Tournee spielen – unsere Band gibt jedes Mal ihr Bestes und das wunderbare Publikum inspiriert mich, so dass ich immer versuche, ebenfalls mein Bestes zu geben. Mein Vater hat mir immer gesagt, dass „das Publikum dein bester Spiegel ist – es wird immer eine ehrliche Reaktion auf dein Spiel haben – also gib jedes Mal, wenn du spielst, dein Bestes und spiel mit deiner Seele“. Ich erinnere mich an diese Worte…

Auch wenn ich Udo nicht getroffen habe, ist das Spielen seiner Musik so, als hätte ich ihn bereits getroffen und mit ihm gesprochen.

Diana-Maria Turcu

Du hast schon als Kind angefangen, Musik zu machen. Warum hast Du Dir damals, als Fünfjährige, ausgerechnet die Violine ausgesucht?

Ja, mit drei Jahren hatte ich schon Musikunterricht bei meinem Vater – er war Musiklehrer und Trompeter. Ich gab den Kindergarten auf und ging stattdessen fast jeden Tag mit meinem Vater zum Musikunterricht. Das erste Instrument, das ich zu spielen begann – mit fast 5 Jahren – war die Trompete… mein Vater war mein Lehrer. Ich liebte es, aber meine Mutter war nicht sehr glücklich mit meiner Wahl – sie sagte, dass ich als kleines 5jähriges Mädchen mein Gehirn zerstören würde. Meine Schwester spielte bereits Geige. Wir gingen jeden Freitag zu klassischen Konzerten. An einem Freitag habe ich mir eine Rhapsodie von George Enescu angehört. Ich war so beeindruckt von dem Stück, dass ich anfing zu klatschen, als das Stück noch nicht zu Ende war. Das Publikum begann zu lachen, auch die Leute vom Orchester. Auf dem Heimweg fragte ich meine Mutter, wer George Enescu ist und wie jemand so ein schönes Stück komponieren kann. Sie erzählte mir, dass er in unserer Stadt I. Rumänien, Botoșani, geboren wurde und dass sein erstes Instrument die Geige war. Das war der entscheidende Moment – ich sagte meiner Mutter, dass ich von nun an die Geige spielen werde und ich werde Enescus Werke spielen, wenn ich erwachsen bin. Am nächsten Tag kaufte mir mein Vater eine Viertelgeige und ich begann, Privatunterricht zu nehmen. Ich war 5 Jahre alt, ja. So habe ich mich für dieses magische Instrument namens Geige entschieden. Bevor ich Enescus Rhapsodie hörte, liebäugelte ich mit dem Gedanken, auch Turnerin zu werden….. Glücklicherweise entschieden meine Eltern, dass es zu früh gewesen wäre, mit 5 Jahren das Haus zu verlassen. Aber meine Entscheidung war bereits getroffen. Die Geige war DIE EINE.

Gibt es etwas, das Du an Udo bewunderst, auch wenn Du ihn nie persönlich kennengelernt und nie mit ihm gespielt hast?

Auch wenn ich Udo nicht getroffen habe, ist das Spielen seiner Musik so, als hätte ich ihn bereits getroffen und mit ihm gesprochen. Musik hat diese übernatürliche Kraft, die Menschen auch ohne Worte zusammenzubringen. Ich bewundere seine Hingabe, seine Leidenschaft, seine Professionalität und die Tatsache, dass er seine Musik überallhin trägt. Wie ich von meinen Bandkollegen weiß, war dort, wo Udo war, auch seine Musik: Weihnachten, Ostern, Feiertage, usw. Ein Bandkollege erzählte mir, dass Udo manchmal Klavier spielte und seine eigenen Stücke sang und dass ihm – während des Spiels – dabei die Tränen in die Augen kamen. Das ist so schön…. Das ist die Kraft der Musik – das Ethos der Musik, das spüre ich in jedem Stück, das ich spiele – komponiert von Udo Jürgens. Er ist für mich ein genialer Musiker.

 

Foto der Interview-Reihe: Herbert Scheiwiler, Regula Marti, Marc Vorwerk