"Familiensaga und Zeitgeschichte in einem -
ein Roman wie ein Jahrhundertkonzert"


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Ob in Dur oder Moll -

mit ihrem opulenten Roman
um die Geschichte einer
deutschen Familie treffen
Udo Jürgens und Michaela Moritz
mit beinahe traumwandlerischer
Sicherheit den Ton einer
bewegten Zeit.


Weitere Infos unter
Random House


Mit dieser Szene über die erste Begegnung mit einem Fagottspieler beginnt Udo Jürgens-Bockelmann die romanhaft erzählte Geschichte seiner Familie, die ihren Ausgang in Heinrich Bockelmanns Weg von Bremen ins Moskau der Zarenzeit nimmt. Heinrich Bockelmann arbeitet sich dort zum Mit-Inhaber und Privatbankier der berühmten Junker-Bank hoch, auf der selbst der Zar große Teile seines Privatvermögens deponiert hat. Er heiratet Anna, die Tochter des Bankgründers und bekommt mit ihr fünf Söhne: Erwin, Rudi, Werner, Gert und Johnny.

Wie ein positives Omen entdeckt Heinrich Bockelmann schon kurz nach seiner Ankunft in Russland in einem Moskauer Antiquitätengeschäft eine Bronzestatue, die einen Mann mit einem Fagott darstellt. Das Geheimnis um diese Bronzefigur und jenen Fagottspieler in Bremen, der ohne es zu wissen, seinen Lebensweg mitbestimmt hat, zieht sich als Leitmotiv durch den gesamten Roman.

Die Familie Bockelmann erlebt glückliche, erfolgreiche Jahre im Moskau – allerdings werfen Demonstrationen, der Petersburger "Blutsonntag" von 1905 und die Straßenkämpfe zwischen Revolutionären und zarentreuen Bürgern die ersten Schatten eines Umsturzes voraus. Als im der Erste Weltkrieg ausbricht, werden die Deutschen über Nacht zum Feind in Russland. Heinrich Bockelmann versucht mit seiner Familie die Flucht nach Schweden, doch während Anna und die Söhne das Land tatsächlich verlassen können, wird er im letzten Augenblick verhaftet und in die Verbannung nach Wjatka geschickt. Beinahe ein Jahr vergeht, bis ihm die Flucht nach Schweden gelingt, wo er mit Hilfe seines alten Freundes Baron Rothschild einen Neubeginn startet. Er leidet sehr unter dem Krieg zwischen seinen beiden Heimatländern, und schließt sich schließlich jener Initiative deutscher Geschäftsleute an, die 1917 den Revolutionär Wladimir Iljitsch Lenin in dem berühmt gewordenen Zug aus dem Schweizer Exil nach Rußland bringt, wo Lenin den ersehnten Frieden zwischen den Ländern herbeiführen möchte.

Letztendlich kehrt Heinrich 1921 nach Deutschland zurück. Jahre später treibt das Erstarken des Nationalsozialismus den leidenschaftlichen Demokraten wieder von Deutschland fort – zunächst nach Österreich, wo er Schloss Ottmanach samt Landbesitz kauft und schließlich nach Meran, wo er im Februar 1945 stirbt, ohne zu wissen, was aus seinen Söhnen geworden ist, die der Sturm der Zeit in alle Himmelsrichtungen verstreut hat.

Erwin, der Älteste, wird nach dem Krieg zu einem wichtigen Mann in der Ölindustrie. Udo Jürgens’ Vater Rudi, der Zweitgeborene, verwaltet Schloss Ottmanach, gerät in der Nazizeit in die Fänge der Gestapo, überlebt, zum Tode verurteilt, nur dank des herannahenden Kriegsendes. Der dritte Sohn, Werner Bockelmann, ist in seiner Jugend Mitglied der kommunistischen Partei und wird später zu einem der wichtigsten sozialdemokratischen Politiker Nachkriegsdeutschlands. Unter anderem empfängt er 1963 als Oberbürgermeister von Frankfurt am Main John F. Kennedy bei seinem legendären Deutschland-Besuch im Frankfurter "Römer". Johnny, der Jüngste, kehrt erst nach Jahren der Entbehrungen in russischer Kriegsgefangenschaft und auf höchst abenteuerlichen Wegen nach Deutschland zurück.

Udo Jürgens, einer der drei Söhne von Rudi Bockelmann, wächst auf Schloss Ottmanach auf und macht als Musiker eine Ausnahmekarriere. Sein ungewöhnliches Leben führt ihn immer wieder auch an die Schauplätze der historischen Ereignisse seiner Zeit. So erlebt er als Kind Nazideutschland und das Kriegsende. Als Dreiundzwanzigjähriger bereist der unbekannte junge Musiker Amerika, das Land seiner musikalischen Träume, und erlebt dort Rassenunruhen und das Erstarken der Bewegung um Martin Luther King. Er erfährt 1961 aus den Medien und in Gesprächen mit seinem Onkel Werner, wie die Berliner Mauer gebaut wird, und ist 1989 hautnah dabei, als sie fällt.

Das weitreichende Schicksal der Familie Bockelmann wird zum spannenden Beispiel für die europäische Geschichte des Zwanzigsten Jahrhunderts: vom Glanz und Reichtum der Zarenzeit über zwei Weltkriege, die Schreckensherrschaften der kommunistischen und nationalsozialistischen Diktaturen, von Gefangenschaft, Flucht, Befreiung, dem Kampf für Humanität und Demokratie bis schließlich hin zum Ende des Kalten Krieges und Sieg des geeinten Europa. Hat sein Großvater Heinrich Bockelmann noch die Freundschaft zwischen Russland und Deutschland erlebt, so ist Udo Jürgens-Bockelmann Zeitzeuge des Anbruchs einer neuen Zeit, eines neuen Europa.


 
 
"Die Geschichte meiner Familie hat mich seit meiner Kindheit geprägt und mein Weltbild entscheidend mitbestimmt, die Suche nach ihren Spuren hat mich seit vielen Jahrne begleitet, die Idee zu diesem Buch trage ich schon beinahe mein ganzes Leben mit mir herum."
 

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